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04.02.2019, 14:31 Uhr Übersicht | Drucken
Aktuelle Kleine Anfrage - Drogen an Schulen
Pressemitteilung


Für die Landesregierung ist beim Thema Drogen an Potsdamer Schulen offenbar alles im Lot. Auf die aktuellen Verdachtsfälle an den Potsdamer Schulen geht sie nicht ein. Stattdessen wird die intensive Arbeit der Schulen in den Mittelpunkt gestellt. Im schönsten Bürokratendeutsch wird mitgeteilt, die Schulen seien „sensibilisiert und handeln entsprechend“. „Jede Schule sollte zudem über ein eigenes Konzept zum Umgang mit Sucht, Suchtgefährdung und Suchtmitteln als Bestandteil des Schulprogramms verfügen.“ [...]

-> Hier finden Sie die Antwort der Landesregierung

Unsere vollständige Pressemitteilung zum Thema finden Sie unter "mehr".



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Verweisen möchten wir vor allem auf die Antworten zu den Fragen 1 und 2, 4, 5, 6 sowie 8:

Zu Frage 1 und 2:

„Der zuständigen Schulaufsicht liegen keine Meldungen zu festgestelltem Drogenhandel an Potsdamer Schulen vor. Hinsichtlich des Drogenkonsums sind Einzelfälle bekannt, in denen eine Schülerin bzw. ein Schüler Drogen in Form von Cannabis konsumiert hat.“

Siehe auch die Tabelle

Zu Frage 4 und 6:

„[…] Die Schulen nutzen außerschulische Partner für Projekte und Projektwochen; so stehen zum Beispiel viele Schulen in regem Austausch mit den überregionalen Suchtpräventionsfachstellen, die entsprechende Angebote in den Schulen anbieten und durchführen. Für Potsdam sei hier exemplarisch die Überregionale Suchtpräventionsfachstelle des Chill out e.V. anzuführen.

Mit dem Rundschreiben 10/13 vom 20. November 2013 werden den Lehrkräften und den Schulleitungen ausführliche Hinweise zum Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule, zu den Melde- und Berichtspflichten der Lehrkräfte sowie zu möglichen Erziehungs-und Ordnungsmaßnahmen gegeben. […]“.

Zu Frage 5:

„Die geltenden Rechtsvorschriften werden von den Schulen berücksichtigt und eingehalten. Zudem gibt es keinen erkennbaren Anlass, das Wirken der Schulen in der Sache in Frage zu stellen. So ist das Handeln der Schulen im pädagogischen Rahmen auf Prävention und enge Kooperation mit verschiedenen externen Partnern ausgerichtet. Bei entsprechenden Vorfällen ist den Schulen das weitere Verfahren bekannt“.

Zu Frage 8:

„Die dargestellten Fallzahlen geben keinen Anlass, einen polizeilichen Handlungsschwerpunkt abzuleiten“.

Hierzu von mir folgendes Statement:

Für die Landesregierung ist beim Thema Drogen an Potsdamer Schulen offenbar alles im Lot. Auf die aktuellen Verdachtsfälle an den Potsdamer Schulen geht sie nicht ein. Stattdessen wird die intensive Arbeit der Schulen in den Mittelpunkt gestellt. Im schönsten Bürokratendeutsch wird mitgeteilt, die Schulen seien „sensibilisiert und handeln entsprechend“. „Jede Schule sollte zudem über ein eigenes Konzept zum Umgang mit Sucht, Suchtgefährdung und Suchtmitteln als Bestandteil des Schulprogramms verfügen.“

Die Schulen sind laut Aussage der Landesregierung aufmerksam und bieten den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Präventionsangebote an. Die Kooperation mit den überregionalen Suchtpräventionsfachstellen funktioniere und „bei entdecktem Drogenkonsum gehen die Schulen offensiv und pädagogisch verantwortungsvoll mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern zu dieser Thematik um.“ Das alles ist tatsächlich sehr zu begrüßen. Allerdings ist es zumindest fragwürdig, wenn im Leitbild einer von der Landesregierung aufgeführten Potsdamer Suchtpräventionsstelle auf der Webseite des Vereins, der auch Beratungen an Schulen macht, von „humaner Drogenpolitik“ (d.h. Entkriminalisierung von Drogen) und der Akzeptanz des „Bedürfnisses nach Rausch- und Grenzerfahrung“ gesprochen wird.

Hinsichtlich des Drogenkonsums in Potsdam schreibt die Landesregierung von „Einzelfällen“. Die Zahl der erfassten Fälle hat sich jedoch – wenn auch auf niedrigem Niveau – von 2016 zu 2017 von 4 auf 16 vervierfacht. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.  

Das angeführte Rundschreiben der Landesregierung mit Informationen und Hinweisen zum Umgang mit Suchtmitteln stammt überdies aus dem Jahr 2013, hier ist offensichtlich Aktualisierung geboten z.B. gibt es inzwischen neuere Drogen wie Chrystal Meth.

Es ist durchaus richtig, dass man bei diesem sensiblen Thema nicht in erster Linie polizeilich tätig werden muss. Etwas mehr als Hinweise auf alte Rundschreiben und auf die Eigenverantwortung der Schulen hätte man von der Landesregierung trotzdem erwarten können.


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